Archiv für Mai 2012

Best of Musikjournalismus

Das kann man glaub ich mal alles so unkommentiert stehen lassen:

„… Eine deutschsprachige Band auf Gunner? Cool! Dann auch noch aus Hamburg? Vielversprechend. Und dann die Platte eingelegt, gewartet, Augenbrauen hochgezogen, weiter gewartet…und erst mal wieder ausgemacht…“

„… Bei den ersten paar Klängen von „Live im Reichstag“ stellte sich mir deutlich die Frage ob es sich hier um einen komplexen Geniestreich, wie vom Label behauptet, handelt oder ob die Platte nun so banal ist das man von selbst versucht dem ganzen künstlerischen Tiefgang zuzusprechen. Leider ist nun mein Verdacht eher letzteres…“

„… HONIGBOMBER aus Hamburg werden von ihrem Label als „Wahnsinnsentdeckung“ und „neue Hammer Band“ angekündigt. Doch was die acht Songs ihrer Scheibe „Live im Reichstag“ bieten, haut mich ehrlich gesagt nicht von den Socken.
Schade irgendwie denn eigentlich erinnert der Sound der Band mich an andere große Norddeutsche Bands. So ein wenig so, als hätten sich TURBOSTAAT zu „Flamingo“-Zeiten in einer Fixerstube mit DACKELBLUT oder OMA HANS getroffen und mit einer Spritze im Arm auf dem Klo schnell einen Bastard gezeugt. Eigentlich sind das ja super Voraussetzungen […] aber die Unverständlichkeit des Gesanges macht die Platte leider komplett kaputt. Dann doch lieber Jens Rachut! Denn hier nervt das einfach!…“

„… Was ist das denn? Deutscher Gesang und ich kann trotzdem kein Wort verstehen. Hier und da schnappt man was auf, aber ansonsten ist der vollkommen unmelodische und auch nicht unbedingt rhythmisch gut sitzende „Gesang“ einfach nicht zu verstehen. Schade. Beziehungsweise: hart zu nehmen. Der gute Mann kreischt sich durch die Songs, als hätte man ihn vollkommen losgelöst von den Liedern aufgenommen – da scheint kaum ein Zusammenhang zu bestehen…“

„… Wenn man sich mal zwingt einen Part gut zu finden, wird er durch übelste Gitarrenvergewaltigung vernichtet. […] Die Platte ist jedenfalls nicht der große Wurf. Für mich jedenfalls. Einige feiern dieses Werk sicherlich voll ab, aber mir ist es dann doch zu kaputt. Ich höre da doch lieber Grindcore…“

„… […] mehrere mies hingekritzelte Häuschen sollen wohl irgendeine punkige „uns-ist-alles-egal“ Stimmung vermitteln, ist aber wohl doch eher Geschmacks Sache. Parallelen zur Musik sind daher wohl die Idee wenn man etwas nicht besonders gut kann einfach absichtlich schlecht machen um aufzufallen und künstlerischen Tiefgang vom Label bescheinigt bekommen…“

„… HONIGBOMBER transportieren die kognitive Dissonanz über die Hamburger Elbbrücke hinaus in die Welt, tönen wie der unangenehme Gefühlszustand, der dadurch entsteht, dass multiple Vibrationen ein Soundgewitter entfachen, welches wiederum ein Störgefühl verursacht…“

Äh, ja… Wie das klingt kann man sich dann am Samstag (2.6.) in der Friese in Bremen anhören.